Offener Brief an die Pfarrkirche Mörbisch

Nachdem die Pfarrkirche Mörbisch weiterhin auf die Rodung eines Teils der Weingärten besteht und mir Gespräche mit dem zuständigen Pfarrer seit Monaten leider verweigert werden, habe ich mich entschlossen diesen offenen Brief zu senden.

 

Ich habe auch eine Petition zu diesem Thema gestartet unter „mein.aufstehn“ und würde mich freuen, wenn ihr mein Anliegen unterstützt und mitunterzeichnet: 
https://mein.aufstehn.at/petitions/erhalt-alter-rebkulturen

 

Offener Brief von Günther Schönberger an die Pfarrkirche Mörbisch

 

2. April 2018

 

Sehr geehrter Herr Pfarrer,
Mag. LLic. Dr. Monsignore Johannes Salzl!

 

„O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!“Diese Passage aus dem Römerbrief (11,33) dürfte Ihnen als Vertreter der Kirche ja bestens bekannt sein. Die Wege des Herren sind unergründlich, so sagt der Volksmund dazu.

 

Und das ist auch für mich die einzige Begründung für das, was in den vergangenen Monaten passiert ist. Oder besser für das, was eben nicht passiert ist. Gerne hätte ich dazu ja mit Ihnen persönlich gesprochen. Über Wochen hinweg war das jedoch nicht möglich. Ich erreichte Sie weder persönlich, noch telefonisch, selbst die zugesagten Rückrufe blieben aus. Vielleicht hätte ich Sie einfach im Beichtstuhl besuchen sollen. Dort hat der Pfarrer für Sünder ja immer ein offenes Ohr, heißt es.

 

Nun erlaube ich mir diesen Weg zu wählen.

Sie werden vermutlich schon ahnen, um was es geht. Und zwar um die Weingärten Kräften und Oberer Seeacker, die ich von der Pfarrkirche Mörbisch seit 1. Oktober 2002 gepachtet habe. Auf diesen etwa einem Hektar entstehen wunderbare Weine – WelschrieslingNeuburger und natürlich Blaufränkisch. Aber was rede ich. Das wissen sie ja natürlich. Erst im vergangenen August habe ich Ihnen für Ihr Pfarrfest Weine gesponsert. Wie auch in den Jahren zuvor. „Geben ist seliger denn Nehmen“, sagt Jesus (Apostelgeschichte 20,35). Ein Zitat, das mir immer schon gut gefallen hat.

 

Dass der Pachtvertrag für besagte Weingärten nun mit 30. September 2017 ausgelaufen ist und einer Verlängerung von Ihrer Seite nicht zugestimmt wurde, muss ich wohl hinnehmen. Dass Sie nun jedoch verlangen, dass die fast 40 Jahre alten Rebstöcke gerodet werden müssen, widerspricht wohl all dem, für das die Kirche steht und für das auch ich stehe.

 

Es ist eine Vernichtung von Leben und eine Vernichtung von Kultur. Die Weinstöcke haben mit ihren fast 40 Jahren noch nicht einmal die Hälfte ihrer Lebensdauer hinter sich. Die Weingärten selbst wurden von Beginn an biodynamisch bewirtschaftet. Über die gekelterten Weine aus diesem Garten freut sich nicht nur Ihre Gemeinde beim Pfarrfest, sondern sie werden von Menschen aus aller Welt getrunken und als wertvoll und besonders empfunden. Diese Reben nun zu zerstören, kommt einer Kulturschande gleich. Überall auf der Welt werden alte Rebbestände gesucht und gepflegt. Zudem ist Mörbisch ein Ort, der eine Jahrhunderte alte Weinbautradition hat.

 

War es nicht Jesus, der am Abend vor seinem Tod beim Mahl mit seinen Jüngern Brot und Wein stiftete als bleibendes Zeichen seiner Gegenwart der Gemeinde? Seit jeher hat die Kirche Weinbau und Weinbereitung nachhaltig gepflegt, bewahrt und veredelt. Und nun treten Sie dafür ein, dieses lebendige Kulturgut zu zerstören? Ich, lieber Herr Pfarrer, bringe das nicht über mein Herz. Und zu gern würde ich verstehen, warum Sie das wollen.

 

Liegt es am Pachtzins, den ich einmal im Rückstand gewesen bin als der Frost einen großen Teil der Ernte hinwegraffte und es finanziell leider nicht so einfach gewesen ist? Nein, das kann ich mir nicht vorstellen, der Rückstand ist längst beglichen und mein Angebot steht, die Pacht zukünftig ein Jahr im Voraus zu bezahlen.

 

Was also bewegt Sie dazu, die lebendigen Weinstöcke, dieses wertvolle Kulturgut, roden lassen zu wollen? Ich hätte Sie das gerne persönlich gefragt. Doch leider sind Sie den Gesprächen immer ausgewichen. So habe ich nun also die Möglichkeit dieses offenen Briefs gewählt und hoffe sehr auf Ihre geschätzte Antwort oder ein persönliches Treffen, damit ich verstehen kann, warum die Kirche in diesem Fall gegen ihre eigenen Grundsätze vorgeht. Und ich vielleicht auch die Möglichkeit bekomme, Ihnen meine Sichtweise näher zu bringen.

 

Denn es wird ja letzten Endes wohl nicht so sein wie der Dichter Heinrich Heine einst niederschrieb: „Ich kenne die Weise, ich kenne den Text. Ich kenn auch die Herren Verfasser; Ich weiß, sie tranken heimlich Wein, und predigten öffentlich Wasser.“

 

Herzlichst,
Günther Schönberger

 

Dieser Brief ergeht an:

 

•    Römisch katholische Pfarrkirche in Mörbisch
•    z.H.: Mag. LLic. Dr. Monsignore Johannes Salzl
•    Diözese Eisenstadt
•    Sankt-Rochus-Straße 21, 7000 Eisenstadt
•    sowie an ausgewählte österreichische Medien

 

Rückfragen:

 

Günther Schönberger
Tel.: +436643372346
ente@schoenberger.at

 

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Küchenparty

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Verkostungsmenü im La Perla Graz

Genießen sie ein 6 - Gänge Menü

im RESTAURANT LA PERLA GRAZ

mit Weinen vom WEINGUT SCHÖNBERGER

am 01.03.2018

Menü Inkl. Weinbegleitung:  EURO 120 pro Person

Um Reservierung wird gebeten:

Tel  0316 82 41 54

http://www.laperla-graz.at/

VIDEO - Burgenland heute

Sehen Sie ein kurzes Video über das Weingut unter diesem link:

https://www.dropbox.com/s/rowtxdvvp5fch68/VTS_01_1.VOB?dl=0

Dem Frost die kalte Schulter gezeigt

Nach den letzten Tagen, die für uns sehr belastend waren, können wir wieder durchatmen.
Derzeit sieht es so aus, als wären wir heuer mit einem blauen Auge davongekommen. Das ganze Ausmaß etwaiger Frostschäden wird sich allerdings erst in den nächsten Tagen zeigen. Das Räuchern im Weingarten dürfte jedenfalls gut geholfen haben. Zudem haben wir nach den enormen Schäden und dem dadurch entstandenen Ertragsausfall im letzten Jahr zuvor schon vorausschauende Maßnahmen getroffen - etwa erst spät den Rebschnitt gemacht und sogenannte Frostruten stehen gelassen.

Beim Rebschnitt Anfang des Jahres wird das vorjährige Altholz normalerweise bis auf eine Rute entfernt und auf eine bestimmte Augenzahl gekürzt (als „Augen“ werden die Knospen bezeichnet). Dort  treiben später die Triebe aus, an denen dann die Trauben wachsen. Je weniger Ruten und Augen also stehen gelassen werden, desto weniger Trauben hat ein Stock später – und desto mehr Energie kann die Rebe in die einzelnen Trauben stecken.

Wir haben uns heuer entschieden, zwei Ruten stehen zu lassen. Die erwähnte Frostrute soll im Falle von vereinzelten Frostschäden an austreibenden Knospen als "Ersatz" dienen. Braucht man sie nicht, wird sie komplett weggeschnitten. Wenn allerdings auch die Augen der Frostrute durch den Frost beschädigt worden sind, war die gesamte zusätzliche Arbeit natürlich umsonst.

Fotos vom Räuchern im Weingarten finden Sie auf unserer Facebook-Seite.

 

Glacis Beisl "Winzer des Monats"

Wir möchten euch gerne auf eine Veranstaltung im Glacis Beisl im Museumsquartier aufmerksam machen, wo wir als „Winzer des Monats“ unsere Weine präsentieren dürfen. Wir würden uns freuen, wenn ihr Zeit und Lust hättet dabei zu sein.
Datum:  3.10.2016  ab 19:00 bis 20:00
Ort:  Glacis Beisl im Museumsquartier, Breitegasse 4, 1070 Wien
Um Reservierung wird gebeten: Tel  01 / 526 56 60  http://glacisbeisl.at/info/winzer-des-monats/

GAULT & MILLLAU Genuss-Messe

Wir möchten euch gerne auf eine Veranstaltung von Gault & Millau aufmerksam machen, wo ihr auch unsere Weine verkosten könnt. Wir würden uns freuen, wenn ihr Zeit und Lust hättet dabei zu sein.
Datum: Samstag 17.9.2016  10:00 bis 20:00 Uhr   und   Sonntag  18.9.2016  10:00 bis 20:00 Uhr
Ort: Kursalon Hübner, Johannesgasse 33, 1010 Wien 
Tickets unter   www.diegenussmesse.at

Das war die Jahrgangspräsentation 2016

Liebe Freundinnen und Freunde des Weinguts Schönberger, 

Wir möchten uns nochmals herzlich bei euch bedanken, dass ihr unsere Jahrgangspräsentation zu einem so tollen Erlebnis gemacht habt. Das Wetter und die Stimmung hätten besser nicht sein können. Die köstlichen Speisen von Regional Brutal haben den perfekten Abschluss dieses schönen Tages gebildet. Wir hoffen, euch hat es ebenso gut gefallen wie uns! 

Fotos der Veranstaltung findet ihr unter folgendem Link auf unserer Facebook-Seite: www.facebook.com/WeingutSchoenberger.

Nach ein paar wenigen Tagen des Sammelns startet für uns jetzt die intensivste Zeit des Jahres – die Weinlese. Der Spätfrost im April hat leider viel Arbeit zunichte gemacht. Nicht zuletzt dank der jahrzehntelangen biodynamischen Bewirtschaftung unserer Weingärten dürfen wir uns jedoch auf einen mengenmäßig kleinen, qualitativ aber großartigen Jahrgang 2016 freuen!

Wir wünschen euch einen schönen, goldenen Herbst!

Familie Schönberger